Wieviel Audio-Technik darf sein? –
Eine Umfrage und ihre Ergebnisse

Adobe hat im November 2016 ein neues Tool vorgestellt, mit dem sich Audiomaterial bearbeiten und verändern lässt. Es heißt VoCo und ist noch in der Entwicklung. Wann genau es auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Dennoch hat allein schon die Vorstellung des Projekts einen kleinen Hype ausgelöst.

Denn das Programm braucht nach Angaben von Adobe 20 Minuten Stimmmaterial. Dann kann es beliebige Texte mit dieser Stimme sprechen. Auch im Radio könnte es künftig zum Einsatz kommen. Aber soll es auch?

In einer Online-Umfrage habe ich Mitte November einige Szenarien vorgestellt und gefragt: Was davon ist ethisch vertretbar? Was nicht? Was könnte wie auf HörerInnen wirken?

Die Antworten waren überraschend eindeutig: Weiterlesen

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Eingeordnet unter O-Töne, Radio der Zukunft, Technik

Transkribieren leicht gemacht.

Wie künstliche Intelligenz das Radiomachen verändert.

Thomas Reintjes hat immer gestaunt über Kollegen, die ihre Interviews transkribieren. Ihm war das zu aufwändig. Er selbst transkribierte meist nur die Töne, die er tatsächlich benutzte. Statt mit Text arbeitete er fast ausschließlich mit Audio-Clips. Bei komplexen Projekten hatte er deshalb manchmal Mühe, den Überblick zu behalten – so ganz ohne Volltextsuche für sein Archiv.

via GIPHY

Doch jetzt zeichnen sich Lösungen ab, die Text- und Audio-Arbeit miteinander verbinden, und dabei vieles einfacher und effizienter machen.

In den vergangenen Monaten jedenfalls hat Thomas Reintjes einige neue Programme und Angebote ausprobiert und ist überzeugt: „Diese Werkzeuge werden die Art und Weise wie wir Radio machen verändern.“

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Eingeordnet unter Schnitt, Technik

Wieviel Audio-Technik darf sein? –
Eine Umfrage

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O-Töne herstellen? Geht jetzt!

Warum mir das neue Audio-Tool von Adobe Angst macht,
es dringend Bewusstsein, Regeln und Sanktionen dafür braucht
und ich eine Wette gestartet habe, die ich gerne verlieren möchte.

Sie ist da: die perfekte Audio-Manipulationsmaschine, mit der man anderen beliebige Worte in den Mund legen kann. Eine Maschine, die gerade mal 20 Minuten Stimmmaterial braucht und schwups! kann sie mit dieser Stimme sprechen. Man muss nur eintippen, was sie sagen soll.

Die Präsentation am 4. November 2016:
Faszinierend.
Erschreckend.
Und mit massiven Folgen für unser Radiohandwerk, wie ich glaube.

Denn ab sofort ist nicht nur jede Moderatorin, jeder Reporter, jede Interviewpartnerin, die mal irgendwo mehr als 20 Minuten Stimme veröffentlicht hat, Manipulationen preis gegeben. Nein. Wir Radiomacher selbst werden uns ab jetzt permanent der Manipulation bezichtigen lassen müssen. Und ein paar von uns werden vermutlich schon bald ihre Jobs verlieren. Weiterlesen

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Gespräch auf Umwegen

Wie man Interviews via WhatsApp ins Radio bekommt.
Ein Beispiel mit Anleitung von Tobias Gasser.

Wir haben für die die Sendung „Echo der Zeit“ im Schweizer Rundfunk jüngst das erste Whatsapp-Interview gesendet.

WhatsApp Interview SRF HandyshotDetailAber wie ist es enstanden? Antwort: Mit Mühen. Und Umwegen.
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Radiolesefundstück 2

Die Radioweltmeisterschaft von 1954

Ich höre viel. Aber ich lese auch viel. Auch Romane, Reiseberichte, Schöngeistiges. Und immer dann, wenn mir beim Lesen unerwartet das Radio unter kommt, freu ich mich. Vor allem, wenn es in der Literatur gelobt wird. Fühlt sich dann immer an wie n 50 Cent-Stück, dass jemand versehentlich im Parkscheinautomat hat liegen lassen. Juhu!

Und was macht man mit solchen 50 Cent-Stücken? Idealerweise wirft man sie in eine Spardose. Eben. Deshalb sammle ich meine Radiolesefundstücke. Hier im Blog. Teil 2 sind 50 Cent von Friedrich Christian Delius, der eine bewegende Erzählung über die Radioweltmeisterschaft von 1954 geschrieben hat..pardon…Fußballweltmeisterschaft natürlich. Ein Genuss für ⚽hren, Herz und Bauch. Wundervoll.

Delius Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde
Und? Irgendwelche Tipps, wo noch 50 Cent-Stücke für mich liegen?
Lasst es mich wissen!

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Mikro hinhalten reicht nicht. (Teil 3)

7 Tipps für gute Aufnahmen bei Großereignissen.

(Gute) O-Töne sammeln ist anspruchsvoller als man denkt. Vor allem, wenn man als Reporterin von großen Veranstaltungen berichtet. Von Demos, Podiumsdiskussionen, Bürgerversammlungen, Vorträgen. Wer da unvorbereitet hingeht, bringt meist wenig brauchbare O-Töne heim. Meine Erfahrungen, meine Tipps:

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Radionachrichten und Rhabarber-Limo

Warum ich die Diskussionen über die angeblichen Live-Nachrichten beim WDR unsäglich finde.

Es gibt Diskussionen, die treiben mich in den Wahnsinn. Die über die neuen WDR-Radionachrichten zum Beispiel, die neuerdings zum größten Teil erst aufgezeichnet und bis zu anderthalb Minuten später gesendet werden.

WDR-TimeWarp-fair-radioWas mich daran nervt, sind all die Rechtfertigungsversuche, warum es doch ok und nicht weiter schlimm ist, Nachrichten zeitversetzt zu senden. All die verzweifelten Behauptungen des WDR, dass alles nach wie vor live sei.

Das kommt mir vor wie der Getränkehersteller, der seinen Kunden mit Hingabe erklärt, warum seine Rhabarber-Limo Rhabarber-Limo heißt, obwohl kein Rhabarber drin ist!

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Die Audiowelle machen…

Wie man ein Audio sichtbar macht. Ohne Adobe After Effects.
Eine Versuch mit iMovie/Mac OS.

Ein Gastbeitrag von Tobias Gasser.

Ich glaube, das Geheimnis eines schönen Audiogramms liegt in der bewegten Wellenform. Wie von Sandra Müller schön auf den Punkt gebracht: die Wellenform signalisiert, es ist Radio – und doch bietet sie einen Reiz fürs Auge.

Clammr macht das toll. Aber manchmal möchte man solche O-Töne zum Klicken selbst produzieren – ohne Clammr-Logo in der rechten Ecke unten.

Mit After Effects produziert man tolle Kurz-Audiohörstücke. BR24 machen das beispielhaft vor. Aber After Effects ist teuer. Über 20 Franken bzw.  24 Euro monatlich. Das leisten sich Redaktionen, nicht freie Hörfunkerinnen und Hörfunker.

Diese Anleitung hier ist eine DIY-Lösung. Zugegeben: Es sieht nicht so fancy aus, wie wenn es aus der Adobe-Küche kommt. Okay, der Aufwand ist etwas gross, der Arbeitsablauf ist etwas kompliziert. Aber mit eine bisschen Routine wird man jedes Mal besser. Weiterlesen

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Radio: Sichtbar. Teilbar. Endlich.

Neue Versuche, Audio ins Netz zu bringen. Plötzlich geht was.

Da schwärme ich seit ewigen Zeiten vom „Radio für die Augen„, werbe für visualisierte Audio-Higlights im Netz und komme mir vor wie die Ruferin in der Wüste und dann das:

Die Nachrichtenplattform BR24 hat einen Radio-O-TON bebildert und via Twitter und Facebook  ins Netz gebracht. Auf geniale Art, wie ich finde. Und was ein Glück: Die Macher bei BR24 sind nicht die einzigen, die gerade versuchen, Audios mit mehr Wumms ins Netz zu bringen. Es gibt gleich ein paar neue Tools und Ideen.  Weiterlesen

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Radiolesefundstück 1

Leben = Radiohören

Ich höre viel. Aber ich lese auch viel. Auch Romane, Reiseberichte, Schöngeistiges. Und immer dann, wenn mir beim Lesen unerwartet das Radio unter kommt, freu ich mich. Vor allem, wenn es in der Literatur gelobt wird. Fühlt sich dann immer an wie n 50 Cent-Stück, dass jemand versehentlich im Parkscheinautomat hat liegen lassen. Juhu!

Und was macht man mit solchen 50 Cent-Stücken? Idealerweise wirft man sie in eine Spardose. Eben. Ab jetzt sammle ich meine Radiolesefundstücke. Hier im Blog. Teil 1 sind 50 Cent von heute Morgen und Meike Winnemuth:

Leben = Radiohören Winnemuth
Und? Irgendwelche Tipps, wo noch 50 Cent-Stücke für mich liegen?
Lasst es mich wissen!

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 „Alle Jahre wieder“ – Die 5 meistkopierten Radioinszenierungen

Weihnachtswunsch: Mehr kenntnisreiche Berichterstattung übers Radio.

 

Billige PR für Antenne Kärnten

 Manchmal leide ich an meinem eigenen Medium. Weil so viel Quatsch gemacht wird. Aber auch, weil es gerade dieser Quatsch oft in die Schlagzeilen schafft. Und das meist vollkommen unhinterfragt und uneingeordnet.

Jüngstes Beispiel: Die  „Last Christmas“-Dauerschleife bei Antenne Kärnten. Dort hatte ein Moderator 24 Mal am Stück „Last Christmas“ gespielt und die Kollegen wussten (angeblich) nicht, wie sie ihn stoppen sollten.  Wie lustig. Fanden manche. Auch in den Medien. Von Kronenzeitung über Kurier, Stern, Independent und BILD bis SPIEGEL online.

Ich dagegen finde: Wie einfallslos! Denn diese Inszenierung gehört definitiv zu den fünf meistkopierten PR-Stunts im Radio. Wer über sie berichtet, sollte zumindest ihre Bedeutung einordnen. Für fair radio habe ich deshalb mal die fünf häufigsten Radio-PR-Aktionen zusammengestellt:

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Jetzt im „Fachjournalist“: Mein „Werkstattbericht Scrollytelling“.

Wie die SWR-Webdoku “Jeder Sechste ein Flüchtling” entsteht.

Ich durfte für das Online-Magazin des Deutschen Fachjournalistenverband aufschreiben, welche Erfahrungen Katharina Thoms und ich machen mit unserem ersten Scrollytelling-Format. Und soviel vorneweg: Eigentlich ist Scrollytelling wohl oft auch „Klicktelling“ und das wichtigste beim Produzieren ist Ruhe. Warum, lest Ihr hier. 2015-12-20 17_53_44-Werkstattbericht Scrollytelling_ Wie die SWR-Webdoku _Jeder Sechste ein Flüchtli

 

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Zukunftswerkstatt Radionachrichten II: „Bloß nicht wie immer“

Ein weiterer Versuch, Radionachrichten anders zu machen.
Oder: Wer braucht eigentlich Korrespondenten?

Sie haben Erfahrung. Sie haben Routine. Doch nichts davon ist gefragt. Im Gegenteil: 24 NachrichtenmacherInnen aus ganz Deutschland und der Schweiz sollen und dürfen ausprobieren, wie Nachrichten im Radio auch sein könnten. Anders. Moderner. Ungewöhnlicher. Denn: Nichts ist verboten an diesen drei Tagen in Baden-Baden. Die üblichen Nachrichtenregeln sind außer Kraft gesetzt.

Zukunftswerkstatt-Header Baden-Baden

Gastgeber Christoph Ebner vom SWR in Baden-Baden jedenfalls drückt allen Teilnehmern einen leeren Block in die Finger. Soll wohl heißen: „Jetzt mal ganz von vorne.“ Mit der ARD.ZDFmedienakademie und der Akademie für politische Bildung Tutzing hat er zum Experimentieren geladen, zur Fortsetzung der „Zukunftswerkstatt Radionachrichten“ in Magdeburg.

Und die Nachrichtenmacher nutzen die Gelegenheit:
Sie schaffen Korrespondenten ab, lachen in den Nachrichten und führen Selbstgespräche.
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Radio-NachrichtenredakteurIn 2.0

Wie sich unsere Arbeit verändern muss und wird.
Ideen von Christoph Ebner.

Die Nachrichtenwelt ist im Wandel. Und die Radiomacher mittendrin. Denn Nachrichtenmachen ist aus Tradition unser Geschäft. Doch wie lange noch? Wie lange noch werden Menschen mit „Nachrichten“ (auch) unsere Sendungen meinen? Und wie müssen sich Radionachrichten verändern in einer Welt, in der es News an jeder Ecke gibt?

So kamen Nachrichten 1932 ins Radio. Beim Drahtlosen Dienst. Und heute?
Darüber berät die Zukunftswerkstatt Radionachrichten.

In der Zukunftswerkstatt Radionachrichten wird über solche Fragen gesprochen. Ab 23. Oktober in Baden-Baden. Zum zweiten mal haben die ARD.ZDFmedienakademie und die Tutzinger Akademie für politische Bildung dafür NachrichtenmacherInnen aus ganz Deutschland eingeladen. Das Ziel: Neue Formate testen. Neue Ideen ausprobieren. In mehreren Workshops. Gastgeber dieses Mal: Christoph Ebner vom SWR. Ein Mann, der sagt: Wir müssen die Radionachrichten um- und weiterdenken.   Hier seine Ideen: Weiterlesen

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