Radiolesefundstück 2

Die Radioweltmeisterschaft von 1954

Ich höre viel. Aber ich lese auch viel. Auch Romane, Reiseberichte, Schöngeistiges. Und immer dann, wenn mir beim Lesen unerwartet das Radio unter kommt, freu ich mich. Vor allem, wenn es in der Literatur gelobt wird. Fühlt sich dann immer an wie n 50 Cent-Stück, dass jemand versehentlich im Parkscheinautomat hat liegen lassen. Juhu!

Und was macht man mit solchen 50 Cent-Stücken? Idealerweise wirft man sie in eine Spardose. Eben. Deshalb sammle ich meine Radiolesefundstücke. Hier im Blog. Teil 2 sind 50 Cent von Friedrich Christian Delius, der eine bewegende Erzählung über die Radioweltmeisterschaft von 1954 geschrieben hat..pardon…Fußballweltmeisterschaft natürlich. Ein Genuss für ⚽hren, Herz und Bauch. Wundervoll.

Delius Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde
Und? Irgendwelche Tipps, wo noch 50 Cent-Stücke für mich liegen?
Lasst es mich wissen!

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Mikro hinhalten reicht nicht. (Teil 3)

7 Tipps für gute Aufnahmen bei Großereignissen.

(Gute) O-Töne sammeln ist anspruchsvoller als man denkt. Vor allem, wenn man als Reporterin von großen Veranstaltungen berichtet. Von Demos, Podiumsdiskussionen, Bürgerversammlungen, Vorträgen. Wer da unvorbereitet hingeht, bringt meist wenig brauchbare O-Töne heim. Meine Erfahrungen, meine Tipps:

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Radionachrichten und Rhabarber-Limo

Warum ich die Diskussionen über die angeblichen Live-Nachrichten beim WDR unsäglich finde.

Es gibt Diskussionen, die treiben mich in den Wahnsinn. Die über die neuen WDR-Radionachrichten zum Beispiel, die neuerdings zum größten Teil erst aufgezeichnet und bis zu anderthalb Minuten später gesendet werden.

WDR-TimeWarp-fair-radioWas mich daran nervt, sind all die Rechtfertigungsversuche, warum es doch ok und nicht weiter schlimm ist, Nachrichten zeitversetzt zu senden. All die verzweifelten Behauptungen des WDR, dass alles nach wie vor live sei.

Das kommt mir vor wie der Getränkehersteller, der seinen Kunden mit Hingabe erklärt, warum seine Rhabarber-Limo Rhabarber-Limo heißt, obwohl kein Rhabarber drin ist!

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Die Audiowelle machen…

Wie man ein Audio sichtbar macht. Ohne Adobe After Effects.
Eine Versuch mit iMovie/Mac OS.

Ein Gastbeitrag von Tobias Gasser.

Ich glaube, das Geheimnis eines schönen Audiogramms liegt in der bewegten Wellenform. Wie von Sandra Müller schön auf den Punkt gebracht: die Wellenform signalisiert, es ist Radio – und doch bietet sie einen Reiz fürs Auge.

Clammr macht das toll. Aber manchmal möchte man solche O-Töne zum Klicken selbst produzieren – ohne Clammr-Logo in der rechten Ecke unten.

Mit After Effects produziert man tolle Kurz-Audiohörstücke. BR24 machen das beispielhaft vor. Aber After Effects ist teuer. Über 20 Franken bzw.  24 Euro monatlich. Das leisten sich Redaktionen, nicht freie Hörfunkerinnen und Hörfunker.

Diese Anleitung hier ist eine DIY-Lösung. Zugegeben: Es sieht nicht so fancy aus, wie wenn es aus der Adobe-Küche kommt. Okay, der Aufwand ist etwas gross, der Arbeitsablauf ist etwas kompliziert. Aber mit eine bisschen Routine wird man jedes Mal besser. Weiterlesen

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Radio: Sichtbar. Teilbar. Endlich.

Neue Versuche, Audio ins Netz zu bringen. Plötzlich geht was.

Da schwärme ich seit ewigen Zeiten vom „Radio für die Augen„, werbe für visualisierte Audio-Higlights im Netz und komme mir vor wie die Ruferin in der Wüste und dann das:

Die Nachrichtenplattform BR24 hat einen Radio-O-TON bebildert und via Twitter und Facebook  ins Netz gebracht. Auf geniale Art, wie ich finde. Und was ein Glück: Die Macher bei BR24 sind nicht die einzigen, die gerade versuchen, Audios mit mehr Wumms ins Netz zu bringen. Es gibt gleich ein paar neue Tools und Ideen.  Weiterlesen

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Radiolesefundstück 1

Leben = Radiohören

Ich höre viel. Aber ich lese auch viel. Auch Romane, Reiseberichte, Schöngeistiges. Und immer dann, wenn mir beim Lesen unerwartet das Radio unter kommt, freu ich mich. Vor allem, wenn es in der Literatur gelobt wird. Fühlt sich dann immer an wie n 50 Cent-Stück, dass jemand versehentlich im Parkscheinautomat hat liegen lassen. Juhu!

Und was macht man mit solchen 50 Cent-Stücken? Idealerweise wirft man sie in eine Spardose. Eben. Ab jetzt sammle ich meine Radiolesefundstücke. Hier im Blog. Teil 1 sind 50 Cent von heute Morgen und Meike Winnemuth:

Leben = Radiohören Winnemuth
Und? Irgendwelche Tipps, wo noch 50 Cent-Stücke für mich liegen?
Lasst es mich wissen!

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„Alle Jahre wieder“ – Die 5 meistkopierten Radioinszenierungen

Weihnachtswunsch: Mehr kenntnisreiche Berichterstattung übers Radio.

Collage Last Christmas

Alter Gag. Neue Schlagzeilen. Schade.
Billige PR für Antenne Kärnten.

Manchmal leide ich an meinem eigenen Medium. Weil so viel Quatsch gemacht wird. Aber auch, weil es gerade dieser Quatsch oft in die Schlagzeilen schafft. Und das meist vollkommen unhinterfragt und uneingeordnet.

Jüngstes Beispiel: Die  „Last Christmas“-Dauerschleife bei Antenne Kärnten. Dort hatte ein Moderator 24 Mal am Stück „Last Christmas“ gespielt und die Kollegen wussten (angeblich) nicht, wie sie ihn stoppen sollten.  Wie lustig. Fanden manche. Auch in den Medien. Von Kronenzeitung über Kurier, Stern, Independent und BILD bis SPIEGEL online.

Ich dagegen finde: Wie einfallslos! Denn diese Inszenierung gehört definitiv zu den fünf meistkopierten PR-Stunts im Radio. Wer über sie berichtet, sollte zumindest ihre Bedeutung einordnen. Für fair radio habe ich deshalb mal die fünf häufigsten Radio-PR-Aktionen zusammengestellt:

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Jetzt im „Fachjournalist“: Mein „Werkstattbericht Scrollytelling“.

Wie die SWR-Webdoku “Jeder Sechste ein Flüchtling” entsteht.

Ich durfte für das Online-Magazin des Deutschen Fachjournalistenverband aufschreiben, welche Erfahrungen Katharina Thoms und ich machen mit unserem ersten Scrollytelling-Format. Und soviel vorneweg: Eigentlich ist Scrollytelling wohl oft auch „Klicktelling“ und das wichtigste beim Produzieren ist Ruhe. Warum, lest Ihr hier. 2015-12-20 17_53_44-Werkstattbericht Scrollytelling_ Wie die SWR-Webdoku _Jeder Sechste ein Flüchtli

 

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Zukunftswerkstatt Radionachrichten II: „Bloß nicht wie immer“

Ein weiterer Versuch, Radionachrichten anders zu machen.
Oder: Wer braucht eigentlich Korrespondenten?

Sie haben Erfahrung. Sie haben Routine. Doch nichts davon ist gefragt. Im Gegenteil: 24 NachrichtenmacherInnen aus ganz Deutschland und der Schweiz sollen und dürfen ausprobieren, wie Nachrichten im Radio auch sein könnten. Anders. Moderner. Ungewöhnlicher. Denn: Nichts ist verboten an diesen drei Tagen in Baden-Baden. Die üblichen Nachrichtenregeln sind außer Kraft gesetzt.

Zukunftswerkstatt-Header Baden-Baden

Gastgeber Christoph Ebner vom SWR in Baden-Baden jedenfalls drückt allen Teilnehmern einen leeren Block in die Finger. Soll wohl heißen: „Jetzt mal ganz von vorne.“ Mit der ARD.ZDFmedienakademie und der Akademie für politische Bildung Tutzing hat er zum Experimentieren geladen, zur Fortsetzung der „Zukunftswerkstatt Radionachrichten“ in Magdeburg.

Und die Nachrichtenmacher nutzen die Gelegenheit:
Sie schaffen Korrespondenten ab, lachen in den Nachrichten und führen Selbstgespräche.
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Radio-NachrichtenredakteurIn 2.0

Wie sich unsere Arbeit verändern muss und wird.
Ideen von Christoph Ebner.

Die Nachrichtenwelt ist im Wandel. Und die Radiomacher mittendrin. Denn Nachrichtenmachen ist aus Tradition unser Geschäft. Doch wie lange noch? Wie lange noch werden Menschen mit „Nachrichten“ (auch) unsere Sendungen meinen? Und wie müssen sich Radionachrichten verändern in einer Welt, in der es News an jeder Ecke gibt?

So kamen Nachrichten 1932 ins Radio. Beim Drahtlosen Dienst. Und heute?
Darüber berät die Zukunftswerkstatt Radionachrichten.

In der Zukunftswerkstatt Radionachrichten wird über solche Fragen gesprochen. Ab 23. Oktober in Baden-Baden. Zum zweiten mal haben die ARD.ZDFmedienakademie und die Tutzinger Akademie für politische Bildung dafür NachrichtenmacherInnen aus ganz Deutschland eingeladen. Das Ziel: Neue Formate testen. Neue Ideen ausprobieren. In mehreren Workshops. Gastgeber dieses Mal: Christoph Ebner vom SWR. Ein Mann, der sagt: Wir müssen die Radionachrichten um- und weiterdenken.   Hier seine Ideen: Weiterlesen

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Radionachrichten:
Zu wenig Mut. Zu viele Handtücher.

Warum unsere (Radio)Nachrichten oft nicht abbilden, was ist.
6 Thesen von Rita Vock.

Nichts muss bleiben wie es war. Alles darf anders und besser werden. Auch im Radio. Auch bei den Nachrichten. Doch gerade da ist Veränderung schwierig. Schließlich haben Radionachrichten eine lange Tradition. Und ihre Regeln auch. Bei der zweiten „Zukunftswerkstatt Radionachrichten“ der ARD.ZDFmedienakademie ab 23.10. beim SWR in Baden-Baden werden Macher genau deshalb wieder über diese Regeln reden. Mit dabei: DLF-Nachrichtenredakteurin Rita Vock. Eine Frau, die sagt:

“Wir Nachrichtenmacher vernachlässigen oder unterdrücken nicht mutwillig Nachrichten. Aber wir haben bestimmte redaktionelle Standards und manchmal auch Scheuklappen.“

Hier ihre sechs Thesen, warum das so ist und was wir dagegen tun können:  Weiterlesen

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Mein erstes Mal…. (Teil 7 )

RadiomacherInnen und Ihre Anfänge – eine Mutmachserie.
Heute mit
Finale Fußball EM 1992 in Neuburg/Donau (Radio ND1, 29.6.1992 [Finale war am 26.6.1992]) von

Uli Höhmann (vor weiß) 9Ulrich Höhmann: Erste Geh-, Schreib-, Sprech- und Schnittversuche bei Radio ND1 als Schüler mit 18 Jahren. Danach Studium der Rhetorik in Tübingen, Uniradio, SWR und Volontariat beim hr. Heute Autor von Glossen, Satiren und Comedies für hr, WDR und DLR und vor allem Moderator bei hr iNFO.

Wie ist das Stück entstanden?
Obwohl ich damals ein bekennender Fußball-Hasser war, bin ich von der Redaktion in die Markthalle am Neuburger Schrannenplatz geschickt worden, wo sich auf der Galerie eine Handvoll Heranwachsender vor einem kleinen Röhrenfernseher knubbelte und sich das Endspiel Deutschland-Dänemark ansah. Public Viewing also als es noch keiner so genannt hat. Und ein paar Volldeppen haben dann auch noch standesgemäß gegröhlt, zum Glück, sonst wär’s ganzbitter geworden.

Was würde ich heute anders machen? Weiterlesen

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Mein erstes mal… (Teil 6)

RadiomacherInnen und Ihre Anfänge – eine Mutmachserie.
Heute mit
Ersten Nachrichten (Campusradio Hertz 87.9, Februar 2004) von

Felix Gebhardt PortraitFelix Gebhardt: Felix Gebhardt ist ein 87er und ossimilierter Bielefelder mit Jura-Bachelor und Hörfunk-Master. Seit einigen Jahren schreibt und spricht er Nachrichten im MDR. Er ist manchmal sehr perfektionistisch und probiert gerne Neues aus.

Das mit den Nachrichten hat tatsächlich schon mit 16 angefangen: Hochschulmeldungen für Bielefeld. Im Schülerpraktikum konnte ich endlich richtiges Radio machen. Das Campusradio Hertz 87.9 war also mein erster Anschub und das hat mir hörbar auch etwas den Atem geraubt. Weiterlesen

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Mein erstes Mal… (Teil 5)

RadiomacherInnen und Ihre Anfänge – eine Mutmachserie.
Heute mit
„Das neue Leben der Thailänderin Amonwan“ (SWR4 BW Radio Tübingen, 2011) von

Portrait Rebekka de BuhrRebekka de Buhr: Paddelt und treibt gerne im Freischwimmerbecken des großen Medien-Pools. Trifft dabei ständig auf Geschichten, die erzählt werden wollen. Das macht sie im Film, im Netz, im Fernsehen und im Radio. Für EinsPlus, DASDING und SWR4 Baden-Württemberg zum Beispiel.

Entstanden ist mein Erstling während meiner ersten (und gleichzeitig letzten) Hospitanz beim Radio – nämlich bei SWR4 Radio Tübingen. Es war ein schöner Sommer 2011, wo ich euch alle kennenlernen durfte. Die Geschichte wurde mir als „nette Geschichte“ redaktionell in die Hand gedrückt und ich bin damit nach Freudenstadt gefahren.   Weiterlesen

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Mein erstes Mal… (Teil 4)

RadiomacherInnen und Ihre Anfänge – eine Mutmachserie.
Heute mit
„Internet auf dem Campus“ (SWR, 1999) von

ReintjesThomas Reintjes: Macht Radio mit Schwerpunkt Wissenschaft und Technik. Er lebt und arbeitet als Freelancer in New York und hat immer noch keine vernünftige Website. Auf http://audio.ventures verbloggt er manchmal Hörtipps und Interviews mit Audiomenschen.

Wie ist das Stück entstanden?

Damals – in diesem Fall im Wintersemester 1998/99 – gab es an der Uni Heidelberg die Arbeitsgemeinschaft Funk. Zusammen mit dem SWR-Studio in Mannheim produzierte dort jedes Semester eine Gruppe Studenten eine Stunde Radio. Jeder von uns hat damals zum ersten Mal ein Aufnahmegerät benutzt, ein Radiomanuskript geschrieben und in ein Mikro gesprochen. Weiterlesen

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