Radio für die Augen

Wie man Radiobeiträge fürs Internet bebildert.
Erster Test mit dem neuen Windows Live Movie Maker.

Gestern habe ich mal wieder die Zeit vergessen. Ich habe den neuen Windows Live Movie Maker ausprobiert und einen Radiobeitrag bebildert. Schwups. War der Nachmittag rum, aber eine neue Audio-Slide-Show geboren. Tatatataaaaaa:

Nun kann man sich durchaus mehrere Fragen dazu stellen:
a) Wozu das Ganze? Du bist doch Radiomacherin!
b) Wenn schon Radio für die Augen, warum dann nicht gleich als Video? und
c) Na gut. Dann will ich das auch machen. Wie geht das?


Zu a) Wozu das Ganze? Du bist doch Radiomacherin!

Radiobeiträge habens im Internet oft schwer. Denn überall locken Text und Bild und Video. Konzentriertes Zuhören, ohne zu wissen, wohin man den Blick richten soll, fällt da vielen schwer. Und so gehen viele Radiostücke im Netz unter. Also was tun?
Eben: Die Radiobeiträge bebildern. Dem Zuhörer einen Anker für die Augen geben. Wichtig dabei: Die Bilder sollen den Zuhörer nicht zu einem Zuschauer machen. Sie sollen ihm aber die Ruhe geben, ganz beim Beitrag bleiben zu können. Ablenkungsfrei. Am Ende wird er durch die Bilder also einfach ein noch besserer Zuhörer. Und das ist auch schon ein Teil der Antwort auf Frage


b) Wenn schon „Radio für die Augen“, warum dann nicht gleich als Video?

Weil das Bewegtbild im Video schon wieder so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, dass es vom Ton ablenkt. Und ich bin eben tatsächlich leidenschaftliche Hörfunkerin und halte das, was Radio kann, für viel intensiver als jedes Wackelbild. Getreu dem alten Kalauer: „Radio geht ins Ohr, Fernsehen ins Auge.“ Ohne Witz: Gut komponierte Töne berühren oft vielmehr und tiefer als jeder Film. Und die Audio-Slide-Show ist da ein guter Kompromiss: Sie liefert ruhige Bilder, die helfen, mit Konzentration dabei zu bleiben. Aber sie lenkt nicht vom Ton ab. Im Gegenteil. Wenn der Bilder-Rhythmus stimmt (zugegeben nicht immer leicht zu finden), dann ist der Höreindruck NOCH intensiver.


c) Na gut. Dann will ich das auch machen. Wie geht das?

Ganz einfach: Mit jedem Video-Schnittprogramm oder auch mit dem speziell dafür entwickelten Soundslides. Ich selbst experimentiere viel mit dem Windows Movie Maker. Und jetzt eben mit dem neuen Windows Live Movie Maker. Der ist kinderleicht zu bedienen. Manches was am Vorgängerprogramm noch mühsam gebastelt werden musste, ist hier sehr variabel. Zum Beispiel lassen sich mit der neuen Version sehr einfach Schriften ins Bild setzen. Probierts einfach aus.
Grundsätzlich gilt: Zuerst Tonspur (Radiobeitrag) fertig machen, dann bebildern. Wie genau man vorgeht, schreib ich demnächst zusammen. Im September gibt’s auch einen Workshop bei den Radiotagen in Tutzing. Und natürlich auch Tipps hier im Blog.


Bis dahin helfen vielleicht folgende Beispiele, Vorbilder, Links, Anleitungen weiter:

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren. Schickt was, wenn ihr wollt.

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